KMU.DIGITAL Förderung 2026: Bis zu 6.000 € für Ihre Website – so beantragen Sie sie
Eine moderne Website, ein professioneller Webshop oder bessere Online-Sichtbarkeit stehen bei vielen kleinen Unternehmen ganz oben auf der Wunschliste – aber oft scheitert es am Budget. Genau hier setzt die KMU.DIGITAL Förderung 2026 an: Sie unterstützt österreichische KMU mit bis zu 6.000 € Zuschuss für Digitalisierungsprojekte wie Website, SEO oder Online-Marketing.
Wenn Sie Ihr Unternehmen digital nach vorne bringen wollen, ist jetzt der ideale Zeitpunkt, um sich die Förderung zu sichern – bevor der Fördertopf ausgeschöpft ist.
In diesem Leitfaden erfahren Sie, wie KMU.DIGITAL funktioniert, wie Sie speziell für Ihre Website-Projekte die Förderung nutzen und wie der Antrag Schritt für Schritt abläuft.
Was ist die KMU.DIGITAL Förderung 2026?
KMU.DIGITAL ist eine bundesweite Digitalisierungsoffensive des Wirtschaftsministeriums in Kooperation mit der WKÖ, die kleine und mittlere Unternehmen in Österreich bei digitalen Projekten unterstützt.
Das Programm besteht aus zwei Säulen: geförderte Beratung durch zertifizierte Expert:innen und eine Umsetzungsförderung für konkrete Digitalisierungsprojekte wie Websites, Webshops, E‑Commerce oder Online-Marketing.
Typische Ziele der Förderung sind:
- Wettbewerbsfähigkeit steigern
- digitale Geschäftsprozesse verbessern
- Online-Sichtbarkeit und Vertrieb ausbauen
- IT-Sicherheit und digitale Verwaltung stärken
Seit der Programmperiode 2024–2026 wurde KMU.DIGITAL um die Schiene „KMU.DIGITAL & GREEN“ erweitert, die zusätzlich ökologische Transformationsprojekte fördert.
Warum ist KMU.DIGITAL so interessant für Ihre Website?
Für viele EPUs und KMU ist eine professionelle Website oder ein Website-Relaunch ein großer Kostenblock – gleichzeitig aber die Basis für digitale Kundengewinnung. KMU.DIGITAL setzt genau hier an: Im Modul „Umsetzung“ sind Website-, Webshop- und Online-Marketing-Projekte ausdrücklich förderfähig.
Gefördert werden insbesondere:
- Erstellung oder Relaunch einer Unternehmenswebsite oder eines Webshops
- Verbesserung von Usability, Design, Barrierefreiheit oder Mobile-Fähigkeit
- Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Online-Marketing-Maßnahmen
- E‑Commerce-Funktionen und digitale Vertriebsprozesse
Als Webdesigner, der mit vielen EPUs und kleinen Dienstleistern arbeitet, sehe ich oft: Unternehmen schieben ihren Relaunch jahrelang vor sich her – aus Kostengründen. Mit KMU.DIGITAL können Sie einen Teil der Investition über den Zuschuss abfedern und Ihr Budget gezielter in Qualität stecken.
Wie hoch ist die Förderung? Bis zu 6.000 € Zuschuss
Die Umsetzungsförderung unterstützt Digitalisierungsprojekte mit bis zu 30% Zuschuss auf die anerkannten Projektkosten.
Die wichtigsten Eckdaten:
- Förderquote: bis zu 30% Zuschuss der förderfähigen Projektkosten
- Projektvolumen: je nach Richtlinie üblicherweise zwischen rund 3.000 € und 30.000 € netto förderfähig
- Maximale Umsetzungsförderung: bis zu 6.000 € pro Unternehmen und Umsetzungsprojekt
In Kombination mit der Beratungsförderung (Status-/Potenzialanalysen und Strategieberatungen) können in Summe mehrere Tausend Euro Unterstützung zusammenkommen; je nach Konstellation sind 7.000 € oder mehr an Gesamtförderung möglich.
Wichtig: Die genauen Beträge und Rahmenbedingungen können sich im Lauf der Programmperiode ändern. Prüfen Sie deshalb vor Ihrem Projektstart immer den aktuellen Stand auf der offiziellen KMU.DIGITAL-Seite und in den Richtlinien.
Wer kann KMU.DIGITAL nutzen?
Förderberechtigt sind grundsätzlich kleine und mittlere Unternehmen (KMU) nach EU-Definition mit Sitz oder Betriebsstätte in Österreich.
Dazu zählen typischerweise:
- Ein-Personen-Unternehmen (EPUs)
- kleine Dienstleistungsbetriebe und Handwerksbetriebe
- Agenturen, Beratungen, Handelsbetriebe
- viele freie Berufe
Ausgenommen sind unter anderem bestimmte Branchen (z.B. Teile der Land- und Forstwirtschaft oder Unternehmen der öffentlichen Hand), Details finden Sie in den Förderrichtlinien.
Gerade für regionale Betriebe in der Steiermark – Handwerker, Tourismus, Dienstleister, Gesundheitsberufe usw. – ist KMU.DIGITAL eine der attraktivsten Möglichkeiten, Website und Online-Präsenz mitzufinanzieren.
Welche Website-Projekte sind konkret förderfähig?
Die Richtlinien nennen explizit Website- und E‑Commerce-Projekte als förderbare Maßnahmen im Modul „Umsetzung“.
Typische Beispiele:
- Neuerstellung einer professionellen Unternehmenswebsite
- Relaunch eines veralteten Webauftritts (Design, Technik, Struktur)
- Aufbau oder Erweiterung eines Webshops
- Optimierung für mobile Endgeräte und bessere Nutzerführung
- Implementierung von Online-Terminbuchungen, Anfrageformularen, Lead-Strecken
- SEO-Maßnahmen wie technische Optimierung, Onpage-SEO, Content-Optimierung
- Online-Marketing-Maßnahmen wie Social-Media-Integration, Tracking-Konzept, Kampagnen-Setup
Auch begleitende Leistungen wie Schulungen, bestimmte Softwarelizenzen oder Workflows können – je nach Projekt und Richtlinie – anteilig mitgefördert werden.
Voraussetzung: Geförderte Beratung vor der Umsetzung
Ein zentraler Punkt, den viele übersehen: Sie können die Umsetzungsförderung (bis zu 6.000 € Zuschuss) nur beantragen, wenn Sie davor eine geförderte KMU.DIGITAL Beratung in Anspruch genommen haben.
Dazu gehören:
- Status- und Potenzialanalysen (z.B. zu Geschäftsmodellen & Prozessen oder E‑Commerce & Online-Marketing)
- Strategieberatungen, bei denen Sie gemeinsam mit einem zertifizierten Berater ein klares Digitalisierungs-Konzept erarbeiten
Erst nach Abschluss dieser Beratungsphase (mit Abrechnung) können Sie das konkrete Umsetzungsprojekt – z.B. Website-Relaunch oder Webshop – zur Förderung einreichen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: So beantragen Sie die Förderung
Schritt 1: Förderfähigkeit prüfen
Zuerst prüfen Sie, ob Ihr Unternehmen die KMU-Kriterien der EU erfüllt (Mitarbeiterzahl, Umsatz- bzw. Bilanzsumme) und in Österreich ansässig ist.
Falls Sie unsicher sind, hilft Ihnen meist Ihr Steuerberater, ein zertifizierter KMU.DIGITAL-Berater oder die Wirtschaftskammer vor Ort weiter.
Schritt 2: Zertifizierten KMU.DIGITAL-Berater auswählen
Suchen Sie sich einen zertifizierten KMU.DIGITAL-Berater aus der offiziellen Beraterliste und wählen Sie das passende Beratungstool, z.B.:
- Geschäftsmodelle & Prozesse
- E‑Commerce, Online Marketing & Social Media
- IT- & Cybersecurity
- Digitale Verwaltung
Gerade für Website- und Online-Marketing-Themen sind die Tools zu E‑Commerce/Online-Marketing und Geschäftsprozessen besonders relevant.
Schritt 3: Beratungsförderung beantragen
Die Beratungsförderung wird online beantragt, typischerweise über den aws-Fördermanager bzw. die KMU.DIGITAL-Plattform.
Ablauf in Kurzform:
- Online-Antrag für die gewünschte Analyse oder Strategieberatung stellen
- Förderzusage abwarten
- Beratung mit dem zertifizierten Experten durchführen
- Bericht und Abrechnung einreichen
Erst wenn diese Beratungsphase abgeschlossen ist, können Sie den nächsten Schritt – die Umsetzungsförderung – gehen.
Schritt 4: Website-Projekt konkret planen
Auf Basis der Beratung definieren Sie jetzt Ihr konkretes Website-Projekt, zum Beispiel:
- Relaunch Ihrer bestehenden Website mit Fokus auf Design, SEO und mobile Optimierung
- Aufbau eines Onlineshops mit Anbindung an Warenwirtschaft
- Kombination aus Website-Optimierung, SEO-Maßnahmen und automatisierten Online-Prozessen (z.B. Termin-Buchung, Lead-Formulare, E‑Mail-Automationen)
Hier lohnt es sich, gemeinsam mit Ihrem Webdesigner (z.B. Styria Creative) ein klares Pflichtenheft und ein realistisches Budget auszuarbeiten, das sowohl förderkonform als auch für Ihr Geschäft sinnvoll ist.
Schritt 5: Umsetzungsförderung beantragen
Jetzt stellen Sie den Förderantrag für das Modul „Umsetzung“:
- Einreichung der Projektbeschreibung und des Kostenplans über den aws-Fördermanager / KMU.DIGITAL-Plattform
- Angaben zu Unternehmen, Berater und geplanter Maßnahme
- Warten auf Förderzusage (Bewilligung)
Wichtig: Starten Sie nicht einfach „auf gut Glück“ mit der Umsetzung, bevor die Förderung bewilligt ist, sonst riskieren Sie die Förderfähigkeit.
Schritt 6: Projekt umsetzen und abrechnen
Nach der Förderzusage setzen Sie das Projekt wie beantragt um:
- Umsetzung Ihrer Website-/Digital-Maßnahmen mit dem gewählten Anbieter
- Sammeln aller relevanten Rechnungen und Leistungsnachweise
- fristgerechte Einreichung der Endabrechnung und Dokumentation
Erst danach wird der Zuschuss (bis zu 6.000 €) ausbezahlt.
Typische Fehler – und wie Sie sie vermeiden
- Keine Beratung vor der Umsetzung beantragt: Ohne vorherige KMU.DIGITAL Beratung gibt es keine Umsetzungsförderung.
- Projekt zu spät oder ohne Bewilligung gestartet: Maßnahmen, die vor Förderzusage begonnen werden, können ganz oder teilweise aus der Förderung fallen.
- Projekt zu „unscharf“ definiert: Wenn Ihr Projekt keine klaren Ziele, Meilensteine und förderfähigen Leistungen enthält, wird die Bewilligung schwieriger.
- Fristen und Dokumentationspflichten ignoriert: Fehlende Nachweise, verspätete Abrechnungen oder unklare Leistungsbeschreibungen führen oft zu Kürzungen.
Wenn Sie das vermeiden möchten, ist es sinnvoll, mit einem Partner zu arbeiten, der KMU.DIGITAL-Projekte schon öfter umgesetzt hat und die Abläufe kennt.
Mini-Beispiel: Wie ein KMU in der Steiermark die Förderung nutzt
Stellen wir uns eine kleine Tischlerei in der Steiermark vor. Die Website ist alt, nicht mobil optimiert und wird bei Google kaum gefunden. Ziel ist es, mehr regionale Anfragen für individuelle Möbel zu generieren.
So könnte der Weg aussehen:
- KMU-Status prüfen und zertifizierten KMU.DIGITAL-Berater wählen
- Strategieberatung „E‑Commerce, Online Marketing & Social Media“ durchführen, um Ziele, Zielgruppen und Maßnahmen zu definieren
- Website-Relaunch mit modernem Design, SEO-Optimierung, Referenzen-Galerie und Anfrageformular planen
- Umsetzungsförderung beantragen, Projektvolumen z.B. 10.000 € netto
- Nach Bewilligung Umsetzung mit Webagentur, danach Abrechnung und Zuschuss von bis zu 3.000 € (30%) bzw. je nach Rahmen bis 6.000 € bei höherem Volumen erhalten
Für die Tischlerei bedeutet das: professionelle Website, bessere Sichtbarkeit und mehr Anfragen – bei deutlich reduzierter Eigeninvestition.
Häufige Fragen zur KMU.DIGITAL Förderung 2026
1. Gibt es die KMU.DIGITAL Förderung 2026 wirklich noch?
Ja, das Programm läuft in der aktuellen Förderperiode 2024–2026 weiter und wird mit einem Gesamtbudget im zweistelligen Millionenbereich ausgestattet.
Anträge für Beratungsförderung sind laut aktuellen Informationen wieder möglich, Umsetzungsanträge folgen in festgelegten Calls und Zeitfenstern.
2. Wie viel kann ich für meine Website konkret bekommen?
Für die Umsetzungsförderung sind bis zu 30% Zuschuss auf Projektkosten zwischen rund 3.000 € und 30.000 € netto möglich, die maximale Fördersumme liegt bei 6.000 €.
Die tatsächliche Förderhöhe hängt von Ihrem Projektvolumen und der bewilligten Konstellation ab.
3. Kann ich auch SEO, Google Ads oder Social Media fördern lassen?
Ja, Online-Marketing- und Sichtbarkeitsmaßnahmen, darunter SEO, E‑Commerce-Strategien und Social-Media-Aktivitäten, gehören ausdrücklich zu den förderfähigen Bereichen.
Nicht förderbar sind in der Regel reine Media-Kosten (z.B. das eigentliche Werbebudget für Google Ads), wohl aber Konzept, Setup und Optimierung.
4. Brauche ich zwingend einen zertifizierten Berater?
Ja, sowohl die Beratungsförderung als auch die daran anschließende Umsetzungsförderung setzen eine zertifizierte KMU.DIGITAL-Beratung voraus.
Die Liste der anerkannten Berater:innen ist auf der offiziellen KMU.DIGITAL-Seite abrufbar.
5. Wo finde ich die aktuellsten Informationen?
Die verbindlichen Informationen liefern:
- die offizielle Website kmudigital.at
- die Richtlinien und FAQs von aws / Digital Austria
- Informationen der Wirtschaftskammern (WKO) in Ihrem Bundesland
Da sich Details (Fördersätze, Fristen, Budgets) ändern können, sollten Sie vor Antragstellung immer dort nachsehen.
Fazit & nächster Schritt: Jetzt Website-Projekt mit Förderung planen
Die KMU.DIGITAL Förderung 2026 ist für EPUs und KMU eine der besten Möglichkeiten, den längst fälligen Website-Relaunch, einen neuen Webshop oder strategische Online-Marketing-Maßnahmen endlich anzugehen – mit bis zu 6.000 € Zuschuss für die Umsetzung.
Wenn Sie Ihre Sichtbarkeit bei Google verbessern, mehr Anfragen über Ihre Website generieren und gleichzeitig Fördergelder optimal nutzen wollen, sollten Sie das Thema jetzt einplanen, solange Budget und Calls offen sind.
Mein Vorschlag für Sie:
Lassen Sie Ihre aktuelle Website und Ihre digitale Situation zuerst professionell analysieren und entwickeln Sie auf dieser Basis ein förderfähiges Konzept für Ihr KMU.DIGITAL-Projekt. Danach können wir gemeinsam Ihren Website-Relaunch oder Ihr Online-Marketing-Projekt so planen, dass es sowohl für Ihr Business als auch für die Förderstelle Sinn ergibt.
Quellen & weiterführende Links
- KMU.DIGITAL – Offizielle Programmseite
https://www.kmudigital.at - KMU.DIGITAL – Informationen zum Programm & Modulen (Beratung, Umsetzung, GREEN) – Bundesministerium
https://www.bmwet.gv.at/Themen/Wirtschaftsstandort-Oesterreich/KMU/Foerderungen/F%C3%B6rderungsprogramm-KMU.DIGITAL.html - KMU.DIGITAL – Programmstart & Infos zur neuen Runde 2026 (incite)
https://www.incite.at/de/kmudigital/ - Digital Austria – Digitalisierungsoffensive KMU.DIGITAL für Unternehmen
https://www.digitalaustria.gv.at/wissenswertes/foerderungen/foerderung-7.html - WKO – KMU.DIGITAL Überblick
https://www.wko.at/foerderungen/kmu.digital - WKO Kärnten – Neue Fördermittel für KMU.DIGITAL (Beratungsförderung, Themen & Zuschüsse)
https://www.wko.at/ktn/information-consulting/unternehmensberatung-buchhaltung-informationstechnologie/neue-foerdermittel-fuer-kmudigital - FAQ KMU.DIGITAL Beratungsförderung – Themen & Inhalte
https://www.kmudigital.at/faq-kmudigital-beratungsfoerderung.html - Digital.Tirol / WKO – KMU.DIGITAL (Beratung & Umsetzungsförderung, Prozentsätze & Maximalbeträge)
https://www.digital.tirol/page.cfm?vpath=unterstuetzung/foerderungen/kmudigital - Transparenzportal – KMU.DIGITAL 4.0 Status- und Potenzialanalysen (Programmziel & Module)
https://transparenzportal.gv.at/tdb/tp/leistung/1067735.html - aws / Richtlinienübersicht KMU.Digitalisierungsförderung (Umsetzungsförderungen)
https://www.aws.at/richtlinien/richtlinie/kmu-digitalisierungsfoerderung-kmudigital/


